Eindrücke vom Übungsleiter-Lehrgang 2007 in Plattling


(hg) Wie schnell doch 4 Jahre vergehen! Schon im November 2006 bekam ich die Einladung zum ÜL-Fortbildungslehrgang 2007 Eisstocksport / Lehrer. Am 6. und 7. Juni 2007 konnte ich mein Wissen in der Sepp-Stadler-Halle in Plattling erweitern. Viele interessante Themen aus Theorie und Praxis standen zur Wahl. Auch eine CD mit neuen Informationen und Übungsmöglichkeiten habe ich erhalten.
Lehrwart Dieter Goebel und Bundestrainer Sepp Gotthart sprachen über Aufgaben, die ein Übungsleiter zu erfüllen hat, und zeigten uns viele praktische Übungen, die man mit jungen und älteren Stockschützen durchführen kann. Einige davon probierten wir gleich aus, z.B. Übungen zur Technik des Anstehens und des Aufgebens.


Aufmerksame Zuhörer


Der Landes-Jugendtrainer Kurt Baumgartner erklärte, wie Talentsichtung und Talentförderung ablaufen. In Förderlehrgängen können begabte Jugendliche ausgebildet werden und letztendlich bis zur Teilnahme an der deutschen oder europäischen Meisterschaft gelangen. Nur, welcher Verein hat heutzutage schon talentierte Nachwuchs-Stockschützen? Jugendliche, die diesen Sport ernsthaft betreiben, sind leider dünn gesät. Die Trainings-Programme für Jugendliche, besonders für die Talentsichtung, sind ziemlich anspruchsvoll. Wir haben es ausprobiert. Nur wenige Teilnehmer am ÜL-Lehrgang hätten sich da ohne Übung qualifiziert!
Verbandsarzt Dr. Frank Marzodko verstand es, uns ca. 2 Stunden lang mit seinen Themen zu fesseln.

Seiner Meinung nach wird in den meisten Vereinen leider nicht trainiert, sondern "nur" gespielt.

Dabei ist es gerade im Stocksport äußerst wichtig, Kraft, Ausdauer, Koordinationsfähigkeit, usw. zu trainieren. Untersuchungen haben unter anderem gezeigt, dass Herz und Kreislauf bei wichtigen Kämpfen höchsten Belastungen ausgesetzt sind. Eine Dauerbelastung über viele Stunden und Spitzenbelastungen, die den Puls immer wieder auf 170 hochjagen können! Das hält nur ein gesunder und durchtrainierter Sportler aus! Außerdem ist es ziemlich ungesund, wenn man sehr früh aufstehen und dann gleich Höchstleistungen bringen soll. Der Herzinfarkt lässt grüßen! Aber wer kann das, vor allem bei Turnieren auf Eis, ändern? Der Bogen seines Vortrages war weit gespannt, von Fördermöglichkeiten bei Babies und Kleinkindern bis hin zu Doping bei Spitzensportlern.
Physiotherapeut Stefan Wühr zeigte, welchen Belastungen Muskeln, Gelenke usw. ausgesetzt sind. Das Zauberwort für und gegen alles heißt heutzutage: Medi-Taping. Auch zu diesem Thema könnte man Web-Seiten füllen. Doch Bilder sagen mehr als Worte.
Ich habe in Plattling viel gelernt und bedanke mich an dieser Stelle bei allen Referenten. "Stock heil !"

Ein kurzer Exkurs in Bildern

Dieter Goebel wird physiotherapeutisch getaped
Auch, wenn es so aussieht - Kein Damenprogramm
Stefan Wühr, Physiotherapeut, erkärt, wie und wann "getaped" wird. Lehrwart Dieter Goebel stellt sich als "Patient" zur Verfügung. Auch, wenn es so aussehen mag, es ist nicht das Damenprogramm. Hier wurde nur das Knie stabilisiert.
Dieter Goebel und Bundestrainer Sepp Gotthart beim Mittagessen
Diskussion über kuriose Ergebnisse
Hier muss den Wirtsleuten des Plattlinger Stockschützenheims für die Grill- und Kochkünste ein Kompliment ausgesprochen werden. Unter den zufriedenen Gästen: Lehrwart Dieter Goebel und Bundestrainer Sepp Gotthart Es wurden auch sehr unwahrscheinliche Fälle, wie auf dem Foto zu sehen, diskutiert. Hildegard kam sichtlich ins Grübeln.
Hildegard und Hanni
Aufmerksame Zuhörer
Ein Thema des Lehrganges war die Talentsichtung. Alle Teilnehmer mussten die erarbeiteten Übungen zweimal absolvieren. Hanni und Hildegard halten die Ergebnisse auf der Vorlage fest. Wer Interesse an den Aufgaben hat (Zum Beispiel zum Üben), findet die Vorlage zum Auswerten des Talentsichtungs - Zielbewerbs auf dieser Seite (links). Aufmerksam hören die ÜL-Kursteilnehmer den Ausführungen des Lehrwartes Dieter Goebel zu; auch Bundestrainer Sepp Gotthart ist voll mit dabei.



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